Social Media Week 2019 in Hamburg

Die Social Media Week in Hamburg ist ein spannendes, erfrischendes und überschaubares Event gewesen. Wir waren dort drei Tage unterwegs, um neue Trends aufzufassen, Erfahrungen mit anderen Social Marketeers auszutauschen und unser Netzwerk zu erweitern. Lest jetzt hier, was wir in dieser Woche erfahren haben.

Social Media Week Hamburg influence responsibility stories

Zu allererst möchte ich einen großen Dank an die Organisatoren loswerden. Auch wenn wir als Besucher natürlich die Tickets kaufen und auf diesem Weg die Veranstaltung mit finanzieren verlieren viele sicherlich den Überblick darüber, was für eine Leistung es ist, ein solches Event mit mehreren Locations und Bühnen auf die Beine zu stellen.

Social Media Week Hamburg Dr. Peter Tschentscher
Dr. Peter Tschentscher auf der Social Media Week Hamburg

“Mit der Social Media Week Hamburg hat unsere Stadt einen festen Platz im globalen Netzwerk der Digital- und Kreativwirtschaft” – Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg besucht #SMWHH

Insgesamt knapp 3.000 Besucher waren in den drei Tagen in Vorträgen von etwa 200 Rednern aus Wissenschaft und Wirtschaft. Themen wie Verantwortung, Einfluss und Stories waren die drei Themensäulen der Woche.

Weltweites Event: Social Media Week 2019

Im Jahr 2019 findet und fand die Social Media Week in 23 Ländern statt. So ist Hamburg neben New York, London, Los Angeles, Rom, Warschau, Nairobi und vielen anderen Städten als der Ort für die deutsche Social Media Week ausgewählt worden.

Wer also die Social Media Week in Hamburg verpasst hat, kann 2019 noch in Rom (10. – 14. Juni 2019), in London (31. Oktober – 1. November 2019) oder in Mailand (11. – 15. November 2019) dabei sein.

Social Media Week Hamburg - Altonaer Museum

Was waren nun die wichtigsten Themen? Stories waren wie zu erwarten in aller Munde. Von “Visual Storytelling mit Instagram” über “360-Grad Video – Storytelling zwischen Präsenzerleben und Informationsvermittlung” bis hin zu “Building Communities: Telling More Than Just A Story To Engage Your Audience” gab es kaum einen Vortrag in dem das Thema nicht vorkam.

Storytelling ist tot

Das kommt jetzt etwas überraschend, aber: Storytelling (im klassischen Sinne) ist eine Einbahnstraße und schon lange nicht mehr optimal für Unternehmen. Es gibt einen Sender und einen Empfänger. Aber so funktioniere gute Kommunikation nicht. So eröffnet Kristina Kobilke ihren Vortrag. Instagram habe 22 Millionen Nutzer in Deutschland (Quelle: Hootsuite) und ein Drittel der am häufigsten angeschauten Instagram Stories stammt von Unternehmen. Wie schaffen es diese Unternehmen, die Aufmerksamkeit zu bekommen und diese auch zu halten?

Es lebe der Dialog!

Die Unternehmen bauen mit ihren Kunden, Fans und der potentiellen Zielgruppe eine Beziehung auf. Über Vertrauen und Wertschätzung werden die Geschichten in den Instagram Stories authentisch und menschlich.

Kristina Kobilke Social Media Week Hamburg

Die Eckpunkte aus dem Vortrag von Kristina Kobilke zum Thema Beziehungsökonomie auf Instagram

Vertrauen aufbauen

Vertrauen ist einer der beiden wichtigen Anker in einer Beziehung von Unternehmen mit Fans auf Instagram. Dieses wird durch authentische Botschaften aufgebaut, bei denen Aussagen und Aktionen überein stimmen. Unternehmen setzen so auf Transparenz. Sie bringen ihre Themen durch Handlungen in den Fokus der Fans. Durch diese fortwährende Kommunikationshaltung wird die Kontinuität gesichert, die das Vertrauen in eine Marke oder ein Unternehmen auch langfristig aufbaut.

Wertschätzung zeigen

Wertschätzung der Fans ist der zweite wichtige Beziehungsanker und unerlässlich für die Kommunikation auf Instagram. Wie kann man diese Wertschätzung am besten zeigen? Indem man seinen Fans zuhört, die Kommentare liest und sich mit den Bedürfnissen der Fans auseinandersetzt. Dazu gehört auch, Fragen zu stellen und so die Mitteilungsquote der Fans zu erhöhen.

Mehrwert bieten

Beispielsweise könne man ein anstehendes Instagram Live Video in den Insta Stories ankündigen und hier die Fans auffordern, ihre Fragen zu stellen, die im Video dann beantwortet werden. So schafft man einen Mehrwert für die Community und zeigt den einzelnen Fans: deine Stimme zählt und wir nehmen dich ernst. Zu guter Letzt ist es auch wichtig, sich bei den Fans für den Einsatz zu bedanken.

Der Reportage-Stil

Der Reportage-Stil in den Stories sei dabei ein guter Weg, um Nähe aufkommen zu lassen. So sehen die Fans dabei die Menschen, die sonst hinter der Kamera stehen selbst im Bild und können so eine persönliche Beziehung zu dem Insta-Kanal aufbauen. (Übrigens bestätigt den Erfolg des Reportagestils auch das Weltspiegel-Instagram-Team bei seinem Vortrag).

So werden die Fans in die Kommunikation miteinbezogen und gestalten gemeinsam mit dem Unternehmen die Art der Kommunikation. Nachhaltiger Effekt: andere Kunden sehen Fragen von echten Menschen und erfahren etwas über ihre Beziehung zum Unternehmen, denen sie mehr vertrauen als Prominenten oder Experten.

Haltung bewahren

Ebenfalls sehr wichtig: als Unternehmen eine Haltung einzunehmen und danach zu handeln. Dadurch wird das Vertrauen in das Unternehmen gestärkt. Kristina Kobilke verweist hier auf Simon Sinek, der belegt, dass Unternehmen, die mit ihrer Vision und mit ihrer Haltung nach vorne gehen 67% ihrer Kunden als Stammkunden binden können.

Diese Kunden die so genannten “Belief-Driven-Buyers” spielen besonders In Deutschland, Japan und Großbritannien eine immer wichtigere Rolle.

Stationärer Einzelhandel, Facebook & Instagram

Um Authentizität und Kundenbindung ging es auch bei dem Panel “Wie der stationäre Einzelhandel die digitale Kommunikation prägt”. Zu Wort kamen Dodenhof-Geschäftsführer Sönke Nieswandt, Flemming Pinck (Geschäftsführer Inferno Ragazzi), der Hamburger Zwillingsherz-Gründer Jonas Kölln und die Zwillingsherz-Influencerin Natascha Ochsenknecht.

“Als alte Wolfsburgerin und alte Braunschweigerin macht es mich traurig zu sehen, wie die Porschestraße heute aussieht,” sagt Natascha Ochsenknecht und wünscht sich mehr Vielfalt in den Innenstädten.

Wichtige Plattformen ist für die Zwillingsherz Gründer Facebook, da die Altersstruktur der Zielgruppe des Unternehmens bei 30+ Jahren liegt. Außerdem arbeiten die Gründer mit Influencern zusammen wie Natascha Ochsenknecht, die auch eigene Kollektion mitgestalten kann.

So entstehen Kooperationen, die an Bedeutung gewinnen und so auch den Stil der Persönlichkeiten in das Produkt und die Kommunikation einfließen lässt.

Social Media Week Hamburg Natascha Ochsenknecht

Für Flemming Pinck ist als Geschäftsführer von Inferno Ragazzi dagegen Instagram der wichtigste Kanal. Hier werden mit großer Detailliebe Fotos und Videos produziert, die alles anders machen als andere und den 12,5 tausend Fans des Kanals den “krassen Scheiß” bieten.

So ist hier etwa ein Partyvideo mit dem Titel “IR X-MAS Escalation 2018” zu sehen. Weitere Videos und Bilder drehen sich um Partys, Konzerte und den Lifestyle der Zielgruppe. Auch Kooperationen mit Influencern sind regelmäßig dabei.

Reichweite, Einfluss und Verantwortung im social Web

Was sind noch wichtige Themen auf der Social Media Week gewesen? Influencer – Sie stehen für etwas, das die wichtigsten Themen umfasst: Reichweite, Einfluss und Verantwortung.

Es darf aber nicht vergessen werden, dass jeder sich von uns damit beschäftigt und durch sein Verhalten im Netz zu einer Kultur beiträgt, die immer stärker zu unserem Lebensumfeld wird.

Oder wie Johanna Jaskoswka es in ihrem Vortrag über Virtual Reality und Instagramfilter ausgedrückt hat: “An augmented reality filter is nothing without you”.

Social Media Week im Altonaer Museum Hamburg

Bei Fragen zum Event oder Anmerkungen einfach bei Facebook oder per E-Mail .

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